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Landesmitgliederbrief Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern vom 22.April 2002


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


nachdem Sie vor drei Wochen den umfangreichen Bundesmitgliederbrief der Vereinigung erhalten haben, melde ich mich heute mit den Informationen aus Mecklenburg-Vorpommern.


Im Anhang (1) finden Sie das Protokoll der Mitgliederversammlung der Vereinigung vom 16.03.02.. Im Anhang (2) finden Sie auch das Beschlussprotokoll der IG-Versammlung vom 16.03.02.

Auf der letzten Mitgliederversammlung der Vereinigung verabschiedeten wir Eva Girndt aus ihrer Funktion als Delegierte. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen aller KollegInnen herzlich für die über viele Jahre geleistete Arbeit von Eva Girndt in der Delegiertenkonferenz (DV) der Vereinigung bedanken. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unserem neuen Delegierten Dr. Helmut Herzer.

Auf der letzten Delegiertenversammlung (DV) am 8./9.März in Mannheim, über die Sie sich im Bundesmitgliederbrief informieren konnten, wurde ich als Vertreterin der ostdeutschen Länder zur stellvertretenden Vorsitzenden der DV gewählt und werde nun gemeinsam mit Klaus Gerbis als Vorsitzendem die Delegiertenversammlungen vorbereiten und leiten.

Der auf der MV verabschiedete Haushaltsbericht 2001 hat bereits zu einer Zuweisung der Landesmittel 2002 geführt. Der Beschluss zur Anschaffung eines Kopierers für die Geschäftsstelle wurde umgesetzt, so dass jetzt auch umfangreicheres Informationsmaterial auf dem Postweg an Sie verschickt werden kann.

Anfang April wurde dem KV-Vorsitzenden Herrn Dr. Eckert von mir das sächsische Gutachten zur Kostenstruktur von Profipraxen übermittelt, das auf die Situation in M-V übertragbar zu sein scheint und nachweist, dass auch in den NBL erst Punktwerte von mehr als 5 Cent kostendeckend für die psychotherapeutische Profipraxis sind.

Im Auftrag des IG-Sprecherrates habe ich Dr. Eckert in einem Schreiben unsere Kritik am neuen Beschluss des Bewertungsausschusses mitgeteilt. Wenn der Beschluss in der vorliegenden Form ab Juli 2002 umgesetzt wird, sollten wir unsere flächendeckenden Honorarklagen kontinuierlich fortsetzen. Mittlerweile liegt jedoch eine Reaktion von Schmidtbauer aus dem BMG vor, die ich Ihnen in Form eines Artikels in der Ärzte-Zeitung (Anhang (3)) zur Kenntnis bringen möchte.

In der Anlage (4) finden Sie weiterhin einen Artikel aus „Psychologie und Recht“ 2/2002, der mehr Klarheit in die Thematik Gerichtskosten bei Sozialgerichtsverfahren bringt. Das Vorhandensein einer Musterklägerin und die verständliche Bereitschaft der KVMV zum Ruhenlassen unserer Honorarbescheids-Widersprüche enthebt uns hier vorerst weiterer Sorgen.


Am 05.04.02 fand eine Sitzung des IG-.Sprecherrates statt. Es wurde u.a. beschlossen, gemeinsam Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Alle regionalen Presseorgane (Radio, TV, Tagespresse) wurde über die Gesprächsbereitschaft des Sprecherrates informiert, wobei zugleich auf die chronische Unter- und Fehlversorgung mit Psychotherapie hingewiesen wurde. Zu diesem Thema wird ein Basistext mit aktuellem Zahlenmaterial erarbeitet, der der Presse zur Verfügung gestellt wird. Für das KV-Journal ist eine Vorstellung unserer Fachgruppe mit ihren spezifischen fachlichen und berufspolitischen Besonderheiten in Arbeit.

Es konnte klargestellt werden, dass die für den 14.09.02 geplante Podiumsdiskussion eine Veranstaltung der IG ist. Davon ausgehend hat der Sprecherrat eine entsprechende Einladung im nächsten KV-Journal veranlasst.


Am 10.04.02 fand das Treffen der Arbeitsgruppe Psychotherapeutenkammer statt, an dem für die Vereinigung Eva Girndt teilnahm. Eva Girndt wird das Thema Wahlordnungs-Modelle, Martina Bahnsen Satzungsfragen bearbeiten.

Die Verabschiedung des geänderten Heilberufe-Gesetzes, das die Voraussetzung zu unserer Kammer-Gründung ist, steht nach Angaben aus dem Sozialministerium unmittelbar bevor.


Für die Verbände der IG habe ich am 24.04.02 an der Beratung der Berufsverbände mit dem Vorstand der KVMV teilgenommen. Aus unserer Fachgruppe waren dort auch Frau Dr. Lüdemann für die DGPT und Helga Bernt für den BDP vertreten. Dr. Eckert referierte mit viel Datenmaterial über die Ost-West-Honorarsituation und über die aktuelle Bedarfsplanung. Hier wurden auch die Unterversorgung mit Psychotherapeuten erwähnt. Es wurde weiterhin die KVMV-eigene Kostenstrukturanalyse ausgewertet, von deren Beteiligung wir abgeraten hatten. Die Analyse ergab im wesentlichen, dass die Kosten aller ärztlichen Fachgruppen erheblich unterhalb der im EBM veranschlagten Praxiskosten liegen (!). Im Prinzip war das zu erwarten, interessant werden erst die später daraus von der KV gezogenen Schlussfolgerungen werden. Herr Strässer untersuchte die HVMs der KVen Nordrhein und Brandenburg, die ihren Mitgliedern einen festen Punktwert von 10 DPf zahlen. Dieser Punktwert ist lediglich ein „optischer“, da in Nordrhein das Leistungsvolumen vorher gekürzt würde und auch in Brandenburg die Fallzahlen „zusammengestrichen werden, bis es passt“. Die KVMV lehne derartige HVMs ab und wolle versuchen, in ihrem auf der November – VV 2002 zu beschließendem neuen HVM „die Ungleichgewichte zwischen den einzelnen Fachgruppen zu beseitigen“. (!) Dazu könnte in den Fachgruppen geschaut werden, welche Leistungen unverzichtbar und hochqualifiziert für die jeweilige Fachgruppe sind. Andere Leistungen, z.B. Gesprächsleistungen könnten dann teilbudgetiert werden, um hier kostentreibende Mengenausweitungen zu begrenzen. Weitere Themen der Veranstaltung waren Disease Management Programme, Plausibilitätsprüfungen und Arzneimittelrichtgrößenprüfung.


Ich wünsche Ihnen schöne Frühlingstage und grüße Sie herzlich


Karen Franz

Anlage (2)


Ergebnisprotokoll IG-Versammlung 16.03.02


Im Ergebnis der Diskussion der Tagesordnungspunkte kommt die IG-Mitgliederversammlung zu folgenden Beschlüssen:







S. Krumnow